Panorama di Meta da Piano di Sorrento

Conoscere le tradizioni di Meta di Sorrento

Auf der Fahrt ueber die Strasse SS 145  erreicht man Meta – ein Ort, der noch ueber ein natuerliches Vermoegen verfuegt. Nicht nur der Blick ueber das Meer, sondern auch Felsen, Olivenhaine sowie duftende Obstplantagen und Nutzgaerten, die die Basis einer gesunden Ernaehrung sind, verbinden sich mit der menschlichen Waerme und dem herzlichen Empfang, sowie dem antiken Stadtbau, der in der Altstadt eine an Kreavit aet  reiche Vergangenheit enthuellt, die in alten Haeusern oder kostbaren Kirchen und Kapellen –wie die “cappella dei Marinai” - als  Schmuckstueck gehuetet wird.

Territorium

Der antike Ursprung von Meta stammt zunaechst aus des Zeit der Etrusker , der Griechen und der Roemer und im Anschluss  daran aus der Zeit der Bizantiner, Normannen und Spanier. Das Gebiet hat eine Flaeche von 2,19 km2 und zeigt eine Kueste aus Kalkwaenden, die steil oder leicht gebogen zum Meer neigt sowie Buchten, die der “macchia mediterranea” (eine bestimmte Vegetation) mehr Wert gebe.

Ein Aufenthalt in Meta ist daher auch eine Gelegenheit, sich seinen grossen Straenden mit vorhandenen Parkplatzen zu widmen. Dank seiner Hotels, seiner Restaurants und seiner Professionalitaet bietet Meta ein hervorragendes Ziel fuer den Tourismus.

Casina dei Capitani (das Haus der Kapitaene)

Die Einwohner Metas haben schon immer das Meer als  Quelle  des Lebens und der Arbeit gesehen und somit einen wichtigen Beitrag zum Ruhm der Militaer- und Handelsmarine beigetragen. In der Vergangenheit  lebten  viele Seemaenner  mit grossen Einschraenkungen oder waehrend des moslemischen Angriffs als Sklave. Um ihnen zu helfen, wurden im 17.  Jahrhundert zwei  Einrichtungen gegruendet:  die “Monte Cafiero” und die “Monte Ruggiero” sowie 1860 die Gesellschaft “Mutua Sorrentina” und 30 Jahre spaeter die “Associazione Sorrentina di Mutuo Soccorso tra Capitani e macchinisti mercantili ” mit dem Ziel einer moralischen und materiellen Verbesserung fuer die Mitglieder : Hilfe bei Arbeitsunfaehigkeit, finanzielle Unterstuetzung im Falle eines Schiffbruchs oder anderer Schaeden sowie Familienbeistand im Todesfall. 1907 gruendete die Vereingung – heute bekannt unter  “Casina dei Capitani” –ihren eigenen Sitz in der Via Municipio. Sie ermoeglicht die Weiterfuehrung und Entfaltung der Seekultur.

Die Basilica

Der Kult der Madonna del Lauro ist der Beweis des Glaubens der Bevoelkerung von Meta zu “ihrer” Madonna und ihrer Kirche. Es wird erzaehlt, dass im VIII Jahrhundert ein altes, taubstummes Muetterchen beim Hueten ihrer Kuh am Fusse eines Lorbeerbaums ein Feuerzuenglein sah. Als sie sich ohne Angst naeherte, fand sie eine Madonnenstatue mit einer Henne und goldenen Kueken. Die alte Frau wurde sofort geheilt, und der Bischof, dem von diesem Wunder berichtet wurde, brachte die Statue zurueck in die Kathedrale von Sorrent, wo sie am Morgen unerklaerlicherweise verschwunden und dann von dem alten Muetterchen wieder gefunden war. Dieses Wunder bewegte den Geistlichen dazu, sie nach Meta in die Cappella del Salvatore zurueckzubringen, wo sie unter dem Namen “Madonna del Lauro” verehrt wurde. 1731 wurde ein Tempel gebaut, der dann am 25. Maerz 1914 zur Basilika erhoeht wurde. Die Kirche mit neoklassischer Fassade und 41 Meter hohem Glockenturm verfuegt ueber viele Werke von bekannten Kuenstlern wie Luca Giordano, Raffaele Bonito und Costantino Desiderio; eine Holztuer aus der 2. Haelfte des 15. Jahrhundert mit 24 kleinen Formen, die das Mysterium des Rosenkranzes darstellen; Marmorarbeiten  aus dem 17. Jahrhundert, eine Holzstatue des auferstandenen Christus der neaploitanischen Schule sowie Geschenke (aus Gold und Silber), die von Seeleuten aus Meta der “Heiligen Maria von Lauro” ueberbracht wurden, da diese ihnen Schutz vor Gefahren auf dem Land und dem Wasser gewaehrt.  

Osterprozession

Die Halbinsel von Sorrent ist waehrend der Osterzeit beruehmt fuer ihre Osterprozessionen am Gruendonnerstag und am Karfreitag. Sie folgen nach einem alten Brauch der lokalen Bruderschaft als Hingabe fuer das Leiden Christi und hat Mitleid, Kult und Wohltaetigkeit in der Geschichte der mittelalterlichen Kirche zum Ziel. Im Anschluss daran wurde der Titel “Arciconfraternita” angenommen – als Privileg der Nachsicht und anderer Gnaden. 1663 wurde die “Arciconfraternita del SS. Crocefisso e Pio Monte dei Morte” gegruendet und zwischen 1590 und 1641 die der SS. Immacolata, die die Osterprozessionen vorbereiten. Die Teilnehmer sind mit einer weissen Kutte und einer Kapuze bekleidet, und sie tragen bestimmte Dinge wie Kreuze sowie Symbole des Leidens und des Todes von Christus. Sie schaffen eine beeindruckende Atmosphaere, die von dem Chor “Miserere” begleitet wird. Die Prozesssion am Gruendonnerstag traegt die Statue der Heiligen Maria, die auf der Suche nach ihrem zu Tode verurteilten Sohn ist. Die Prozession am Karfreitag traegt die Skulptur des verstorbenen Christus, gefolgt von der in schwarz gekleideten Madonna Addolorata. Die Bevoelkerung beteiligt sich mit tiefer Froemmigkeit an den beiden Prozessionen, die die “schwarze Prozession” und “weisse Prozession” genannt werden.

Die Schiffswerft Alimuri

Die Bewohner der sorrentinischen Halbinsel haben seit des griechisch-roemischen Zeitalters das Meer mit mutigem Herzen durchquert. Aufgrund dieser Wurzeln entstand an den Straenden eine Werft, durch die sich ein reicher Seehandel entwickelte. Oft wurde der Reeder selbst auch Kapitaen, und seine Besatzung war verantwortungsbewusst, stolz auf ihre Arbeit und zu Opfern bereit. Die Schiffswerften in Meta wurden in der ganzen Welt beruehmt, und 1860 verfuegte die Werft Alimuri ueber 8 Anlegestellen mit einer Produktion von Hunderten von Schiffen. Auch die Frauen wurden miteinbezogen indem sie die Segel naehten und diese  in den Hoefen der Haeuser aufhaengten. Nicht zu vergessen ist auch die Produktion der “galletta”, eines Schiffszwiebacks, der auf den Schiffen mitgefuehrt wurde, um die Handelsschiffe auf ihren langen Ueberfahrten zu versorgen. Im XIX. Jahrhundert hat die Dampfschifffahrt die Segelschifffahrt abgeloest, und somit wurden die Arbeitskraefte von europaeischen und aussereuropaeischen Auftraggebern immer weniger gefragt. Trotz des Fortschritts in Meta und auf der gesamten sorrentinischen Halbinsel wird die Konstruktion des “gozzo sorrentino” – des typischen Boots aus Sorrent – dank der Erfahrung der Schiffszimmermaenner fortgesetzt.

Berufe: ”gozzo“ (Holzboote)

Bereits im XVII Jahrhundert gab es auf der sorrentinischen Halbinsel Werften, die zur Herstellung des “gozzo” bestimmt waren. Bei einem “gozzo” handelt es sich um ein kleines Ruder-und Segelboot mit spitzem Bug und Heck, das zum Fischen vorgesehen war. Der Ursprung dieser Konstruktion liegt bei den Griechen, und noch heute vertrauen die Handwerker ihrer Erfahrung und benutzten – wie in der Vergangenheit – Eichen-, Ulmen- und Kiefernholz. Dieses Holz ist mindestens 50 Jahre alt und dessen Ablagerung erfolgt innerhalb von 4-12 Monaten in Tuffsteinhoehlen bei guter Lueftung und gleichmaessiger Temperatur.  Eine Tradition will, dass sich am Bug des Bootes ein Kreuz befindet, das immer dort bleibt und dem der Name eines Heiligen gegeben wird. Die Herstellung dieser Boote erfordert die Hand eines Experten, wie die der Schiffszimmermaenner vor Ort. Es handelt sich um einen Beruf, der sowohl Hingabe als auch Opfer erfordert, aber in Meta wird die Tradition dieser Boote fortgesetzt, auch wenn viele Schiffe heute aus Glasfaserstoffen  mit Holzverzierung  hergestellt werden.

Intarsienarbeiten

Ein wertvoller Handwerksberuf ist der des Intarsienarbeiters, der grosse Erfahrung bei der Herstellung von Gegenstaenden sowie Moebeln aus Holz mitbringt. Das unterschiedliche Holz – Nuss, Thuje, Orange, Stechpalme, Kirsche usw. – bildet eine Palette aus natuerlichen Farben, die in kleine Teile geschnitten und gesaegt werden.  Dieses  Holzmosaik macht die Holzarbeiten einmalig. Die Erfindungsgabe und die Geschicklichkeit des Kuenstlers sowie sein Wissen ueber die Rohstoffe zeigen exklusive Werke aus ausgewaehlten Holzqualitaeten in verschiedenen Farben.

Beruehmte touristische Veranstaltungen

Es gibt im Laufe eines Jahres viele – auf hoechstem Niveau gehaltene – Ereignisse. Wir erinnern an die Oster-Prozessionen oder die Segelregatta, die am Ende eines Sommers stattfindet. Hier fordern sich in freundschaftlicher Aufstellung 10 Boote heraus, die Mitglieder der beiden Clubs “Amici del Mare” und “Amici del Circolo Nautico Marina di Alimuri” sind. Die Boote “gozzo sorrentino” werden von den noch verbliebenen Schiffszimmermaennern hergestellt.

Und wie kann man nicht an der sommerlichen “Zeppolata” teilnehmen, die von dem Verein “Terra delle Sirene” im Park “Giardino degli Agrumi” in Meta organisiert wird. Hier probiert man leckeres Gebaeck, das von alteingesehener professioneller Hand seit Generationen hergestellt wird.

Die Saeule der Schande

Es handelt sich um eine aus schwarzem Stein bestehende Saeule, die an der Ecke “Via Vocale” steht. Dort wurden Eidbruechige, Verraeter, Schuldner sowie Frauen, die ihre Ehemaenner betrogen haben, im Anschluss an einen oeffentlichen Prozess im “casale” – dem wichtigsten Wohngebiet in Meta – angekettet, entkleidet, ausgepeitscht und ohne Nahrung der Oeffentlichkeit ausgesetzt. Diese Strasse “Via Vocale” wurde nach dem Geschrei der Richter, der Angeklagten und des Volkes benannt.

Pro Loco Meta
“Terra delle Sirene”

Via Flavio Gioia, 1 - Meta - (Na)